Der Crash Course Kapitel 20: Was soll ich tun?

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Kapitel 20 wird nicht einfach eine Auflistung der anzupackenden Lösungen liefern. Stattdessen spiegelt dieses Kapitel meine Erwartung, dass jede Person die Verantwortung für ihr eigenes Handeln übernehmen muß

Kapitel 20 wird einen Handlungsrahmen bieten. Damit können wir aus den unzähligen Dingen, die man tun KÖNNTEN, eine priorisierte Liste von Dingen erstellen, die Sie tun WERDEN. Betrachten Sie diese Liste als Ihren persönlichen Schadenminderungsplan.

Also, Sie haben den Crash Course gesehen, der Ihnen gezeigt hat, wie die Wirtschaft, die Energie und die Umwelt miteinander verbunden sind. Sie haben die beträchtliche Diskrepanz wahrgenommen, die zwischen dem Modell einer zu Wachstum gezwungenen Wirtschaft und der physischen Grenze des Ölfördermaximums und der Ressourcenerschöpfung besteht.

Wir können diese wichtigen Probleme jedes einzeln für sich nicht lösen, denn das würde lediglich neue Probleme bei einem der anderen „E´s“ schaffen. Jetzt sind wirkliche, nicht besitzstandswahrende Lösungen gefragt.

Das bedeutet, dass die sehr reale Möglichkeit besteht, dass unser gemeinsamer Weg keine geradlinige Fortschreibung der Gegenwart sein wird. Die persönliche Herausforderung für jeden Einzelnen von uns besteht darin, die Möglichkeit zu akzeptieren, dass die Zukunft von der Gegenwart erheblich abweichen wird.

Ich glaube, dass die Zukunft kein zufälliges Würfelspiel ist und dass wir zukünftigen Problemen in unserem Leben entgegentreten können, indem wir heute handeln.

In gewisser Weise bin ich froh, dass ich mit der Erstellung dieses Kapitels, lange gewartet habe.

Denn inzwischen hatten wir die grosse Finanzkrise im Herbst 2008 und wir können nun noch besser abschätzen, was kommen wird.

Die mehrere Billionen Dollar schweren Rettungspakete, welche verschiedene Regierungen Banken weltweit angeboten haben, sind fast vollständig auf die Aufrechterhaltung des Status quo ausgerichtet.

Aber keines unserer echten Probleme wird durch diese Massnahmen zur Rettung des Bankensystems gelöst. Einige werden nur noch schlimmer und gravierender. Unsere nationale Führung hat sich dafür entschieden, den bestehenden Schulden mehrere Billionen Dollar hinzuzufügen, um verzweifelt „das, was gewesen ist“ zu erhalten. Dies zeigt ganz einfach, dass die Last, diesen Herausforderungen zu begegnen noch mehr in Richtung der Bürger und kleinen Gemeinden abgewälzt wird.  

Teil der Schwierigkeit, dieses „Was sollen wir tun?“ Kapitel zu entwickeln war, dass ich keine Ahnung habe, was Ihre Überzeugungen sind.

Wir liegen mit unseren Überzeugungen irgendwo auf dieser Skala, die von der Erwartung, dass es kaum eine Unterbrechung des Wirtschaftswachstums geben wird, bis hin zu der Annahme reicht, dass es einen vollständigen Zusammenbruch geben wird. Alle befinden sich irgendwo hier.

Und je nachdem, wo genau Sie sich befinden, können die Massnahmen die Sie ergreifen werden und die Verständlichkeit ihre Dringlichkeit erheblich zunehmen.

Also, wo beginnen wir? Wo fangen wir an, wenn es so viele Unbekannte gibt und soviele Dinge, die man angehen müßte?

Wir benötigen einen Handlungsrahmen.

Dieser lässt sich in vier Schritten aufbauen.

Erstens, Sie müssen sich entscheiden, ob Sie handeln wollen. Ohne diese Bereitschaft, macht es keinen Sinn, fortzufahren.

Zweitens, müssen Sie sich darüber klar werden, wo Sie stehen. Hier schlage ich Ihnen eine Selbsteinschätzung vor, die Ihre Stärken, Schwächen, Chancen und für Sie relevante Bedrohungen sichtbar macht.

Drittens, Sie müssen die endlose Liste der Dinge, die Sie tun könnten, auf die Reihe bringen.

Und viertens, Sie müssen diese Dinge nach Prioritäten gewichten, denn Sie können nicht alles tun. So ergibt sich Ihr Handlungsrahmen.

Also beginnen wir mit Schritt 1, der Entscheidung zu handeln.

Als Erstes fügen wir weitere Einzelheiten zum umrissenen Entwicklungs-spektrum hinzu. Wir können das Potential möglicher Erschütterungen erfassen, beginnend mit dem Status Quo. Hier lösen sich alle bedrohlichen Gefahren recht schnell auf.

Als nächste haben wir auf unserer Skala eine länger anhaltende Rezession mit all ihren Folgen.

Einen Kollaps des Finanzsystems könnten wir hier platzieren.

Und schliesslich könnten wir einen Zusammenbruch der staatlichen Dienste auf allen Ebenen als Möglichkeit ins Auge fassen.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass unsere Zukunft irgendwo auf dieser Skala liegt. Nur, ich weiss nicht wo. Keines dieser Szenarien kann ich vollständig ausschliessen. Ich kann bei keinem sagen, es sei völlig unwahrscheinlich, also muss ich sie gewichten.

Lassen Sie uns ein mögliches Szenario gedanklich durchspielen und sehen, welche Handlungsszenarien sich daraus ergeben würden.
Nehmen wir die Nummer 3: Den Zusammenbruch des Finanzsystems.

Zerbrechen wir uns nicht den Kopf darüber, ob und wie wahrscheinlich eine Finanzkrise ist, sagen wir einfach, es ist wahr oder falsch. Der Zusammenbruch passiert oder passiert nicht. Wir können uns sicher darauf einigen, dass der Bereich zwischen „wahr“ oder „falsch“ das gesamte Spektrum aller Möglichkeiten abdeckt.

Entlang dieser Achse, drücken wir aus, dass Sie sich entweder auf diese Krise vorbereitet haben oder nicht. Nochmal: Das Szenario ist entweder richtig oder falsch, dass Sie sich zu Vorkehrungen entschieden haben, um die Wirkungen einer Finanzkrise aufzufangen. Oder Nicht.

Was passiert also, wenn zutrifft, dass die Krise eintritt und Sie sich so gut es eben möglich war darauf vorbereitet haben? Gratuliere, Sie können sich selbst beglückwünschen. Sie haben die beste, denkbare Wahl getroffen.

Und wie verhält es sich, wenn die Krise nicht eingetreten ist und Sie keine Vorkehrungen getroffen haben? Auch hier gratuliere ich – Sie haben eine gute Wahl getroffen.

Dieses und das vorherige Ergebnis sind im Wesentlichen vergleichbar. Deshalb können wir sie von unserem Entscheiddiagramm entfernen. In beiden Fällen haben wir das beste Ergebnis erhalten, also lohnt es sich nicht, sie zu vergleichen und gegeneinander aufzuwiegen.

Aber, wie sieht es in diesem Fall aus: die Krise ist nicht eingetreten, aber Sie hatten sich auf sie vorbereitet. Wie ungünstig könnte das sein? Was ist das Schlimmste, dass bei einem solchen Ausgang zu vermerken wäre? Sie haben vielleicht etwas Geld verloren, z.B. in Gestalt verpasster Gewinne an der Börse, sofern Sie es anderweitig investiert hätten. Und Sie hätten etwas Zeit verschwendet. Aber möglicherweise am schlimmsten wäre, wenn Sie sich am Ende dumm vorkämen. So was ist furchtbar.

Nun vergleichen wir dieses Kästchen mit dem, wo die Finanzkrise eingetreten ist, Sie sich aber nicht darauf vorbereitet haben. Was können wir hier notieren? In diesem Fall ist es möglich, dass Sie erhebliche Vermögensverluste erlitten haben, plötzlich unter grossem Zeitdruck und mit eigentlich unzureichenden Mitteln erhebliche Anpassungen in ihrem Leben vornehmen mussten. Sie werfen sich vor, dass Ihre Sorgen berechtigt waren, und Sie trotzdem keine Vorkehrungen getroffen haben. Das könnte man sicher fortführen und sollte dies auch tun. Aber für unsere Zwecke genügt das.

Nun brauchen wir diese Kästchen nur noch zu vergleichen. Und damit hat es sich schon. Was wäre unter den gegebenen Umständen schlimmer? Wo würden Sie lieber stehen? Wir sind alle verschieden, aber ich könnte mir nie verzeihen, richtig gelegen zu haben, aber unvorbereitet geblieben zu sein. Ich kann mir leichter verzeihen, Unrecht gehabt und unnötige Vorbereitungen getroffen zu haben. Aber das gilt nur für mich. Nur Sie können wissen, welches dieser beiden Kästchen für Sie das passende ist. Aber wenn Sie das Kästchen oben rechts gewählt haben, dann frage ich „Was hindert Sie daran zu handeln?“

Hier eine kleine Verfeinerung dieser Denkweise, die es erlaubt, feiner als nur in „wahr“ oder „falsch“ zu unterscheiden:

Lassen Sie uns noch einmal auf unsere Skala zur Finanzkrise blicken. Sie reicht von „es ist nicht so schlimm“ bis hin zu „alles bricht zusammen und funktioniert eine Weile nicht mehr“. Angenommen jede Person hat ihre eigene Einschätzung wie wahrscheinlich ein bestimmte Entwicklung ist.

Wir würden feststellen, dass die eine Person, die Chance, dass etwas Schlimmes passiert, gering einschätzt, während eine andere das Gegenteil glaubt. In einem wichtigen Punkt sind sie sich jedoch einig: Sie schätzen die Wahrscheinlichkeit eines schlechten Ausganges höher als Null ein. Hat ein Ereignis potentiell riesige Auswirkungen, wird eine vernünftige, reife Person Vorkehrungen gegen ein solches Risiko treffen, selbst wenn es nicht besonders wahrscheinlich ist.

Sofern Sie gewissse Risiken sehen und der potentielle Schaden höher ist als die Kosten zu dessen Vermeidung oder Begrenzung, macht es Sinn, etwas zu tun. Das spricht fürs Handeln.

OK, nehmen wir an, Sie haben für sich entschieden, dass Handeln Sinn macht. Dann stellt sich die schwierige Frage: Wo und wie? Wir haben im Crash Course über einige sehr große Veränderungen gesprochen. Wo also, beginnen wir in diesem riesigen Universum potentieller Maßnahmen?

Hier empfehle ich Ihnen, sich eine Stunde Zeit zu nehmen und sich selbst und Ihre Situation zu bewerten. Es gibt dazu eine Hilfe, die Sie sich im Bereich „ACT“ auf ChrisMartenson.com herunterladen können. ACT heißt Handeln Es besteht aus drei Hauptbereichen.

Ihre finanzielle Einschätzung sollte ihre heutigen und künftigen Bedürfnisse berücksichtigen, ihr heutiges und künftiges Einkommen sowie alle bei Ihnen zutreffenden Formen von Vermögen und mögliche Probleme des Zugriffs darauf, falls sie Ihr Vermögen zu Geld machen müssen.

Es gibt noch andere Bereiche, die ich als grundlegend ansehe und ebenso wichtig sind wie die finanziellen.

Schliesslich müssen Sie an alle leiblichen Bedürfnisse denken. Ein typisches Ergebnis solcher Selbsteinschätzungen ist die Feststellung, dass vieles wovon unser Leben abhängt, auf Dingen beruht, die wir als selbstverständlich voraussetzen.

Wenn Sie Ihre Selbsteinschätzung vervollständigt haben, erkennen Sie, wo Sie stark sind und wo nicht. Diese Selbsteinschätzung ist somit ihr Ausgangspunkt. Sie steht für ihre Beziehung zur Aussenwelt.

Nun müssen wir in die Aussenwelt gehen und alle möglichen Gefahren und Herausforderungen auflisten, die wir dann mit unserer Selbsteinschätzung abgleichen.

Die drei Dimensionen, anhand derer wir die verschiedenen Ereignisse und Risiken bewerten sind die Zeit: Wie nahe oder dringlich ist die jeweilige Sache?,

Die Wirkung: Ist es eine grosse oder unbedeutende Sache? und die Wahrscheinlichkeit des Ereignisses.

Um sich dem Thema Zeit zu nähern, empfehle ich, die Ereignisse auf eine Zeitachse zu legen. Innerhalb des ersten Horizontes von ein bis zwei Jahren, würde ich die Immobilienkrise, das Platzen einer Kreditblase und die Möglichkeit eines systemischen Bankversagens sehen.

In etwas weiterer Ferne, sehe ich den Punkt, an dem die Ölnachfrage das Angebot überschreitet, dann die Probleme rund um die Pensionierung der Boomergeneration und das Eintreten einer sehr hohen Inflation.

Weiter weg sehe ich haarsträubende Herausforderungen wie die nationale Zahlungsunfähigkeit, vielleicht das Ende des Fiatgeldes und die Entstehung eines neuen ökonomischen Modells.

Da ich nicht auf alle gleichzeitig eingehen kann, konzentriere ich mich auf jene aus dem ersten, relativ nahen Zeithorizont. Sie können natürlich ganz andere Dinge in diese Zeithorizonte packen. Diese wären dann jene, die Sie verwenden. Dieses hier sind jedenfalls meine. Zur Illustration  spielen wir als Beispiel das Szenario eines systemischen Bankenversagens durch.

Als nächstes unterteile ich die Dinge nach Wirkung und Wahrscheinlichkeit. Wenn Sie das Versicherungsprinzip verstehen, dann verstehen Sie diese Sache ganz leicht: Denken Sie an die Brand-versicherung eines Hauses. Wir haben sie nicht, weil ein solcher Fall sehr wahrscheinlich ist, sondern weil die Auswirkungen eines möglichen Eintreffens katastrophale Konsequenzen mit sich bringen würden.

Eine vernünftige Person wird Auswirkungen und Wahrscheinlichkeit als Ganzes bewerten und zum Schluss kommen, dass der Abschluss einer Brandversicherung sinnvoll ist.

Und so können Sie es für alle andere Lebensbereiche machen: Wir erstellen eine einfache 2x2 Tabelle. Auf dieser Achse unterteilen wir hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses in „Hoch“ und „Niedrig“. Auf der anderen Achse machen wir dasselbe mit der Wirkung.

Auf etwas, das nur geringe Auswirkungen und eine geringe Wahrscheinlichkeit hat, sollten wir keine Zeit verschwenden. Über diese Dinge sollte man sich keine Sorgen machen.

Alles, was grosse Auswirkungen und eine hohe Wahrscheinlichkeit hat, sind Volltreffer. Um diese Dinge kümmern wir uns immer und als Erstes.

Dinge mit grosser Auswirkung aber geringer Wahrscheinlichkeit wollen genauer überlegt werden, aber im allgemeinen kümmern wir uns um die meisten Dinge dieser Kategorie später. Danach wiederum kümmern wir uns manchmal auch um Dinge mit kleiner Wirkung aber hoher Wahrscheinlichkeit, besonders, wenn die entsprechenden Vorkehrungen einfach zu treffen sind.

Das ist der Bereich, im dem die Sachen landen, um die ich mich kümmere. Wie Sie das hier ausfüllen hängt von Ihrem Alter, den Finanzen, der Familiensituation und einer Reihe anderer Faktoren ab. Ich sehe eine 50%ige Wahrscheinlichkeit hinsichtlich eines systemischen Versagens im Finanzsektor innerhalb der nächsten 2 Jahre. Deshalb siedle ich dieses Ereignis hier an: bei „grosse Wirkung“ und „hohe Wahrscheinlichkeit“. Das bedeutet, dass diese Möglichkeit viel von meiner Aufmerksam verdient und auch erhalten haben. Also fahren wir mit dem Beispiel fort.

Mit diesem zwei mal zwei Raster im Kopf könnten wir die Risiken herausarbeiten, die mit dem Zusammenbruch des Finanzsystem verbunden sind, indem wir eine solche Tabelle nutzen.

Erstens: Wir könnten die Wahrscheinlichkeit umfassender Bank-schliessungen als hoch einschätzen wie auch die daraus resultierende Wirkung. Deshalb ist dieses Ereignisses im Rang als „hoch“ einzustufen.

Dann könnten wir bei der Einschätzung unserer eigenen Banken zu demselben Schluss kommen. Zusammenbruch der Lebensmittelversorgung und die völlige Entwertung des Dollars könnten wir als „mittel“ einstufen, weil sie beide ein „hoch“ und ein „niedrig“ haben – im Schnitt also ein „mittel“. Wir könnten das Risiko von Kürzungen bei staatlichen Ausgaben z.B. als klein einschätzen. Das sind einige Beispiele. Anderes sollten auf Ihrer Liste hinzugefügt werden.

Es geht darum, die Wahrscheinlichkeit und die Wirkung jedes einzelnen Ereignisses zu bewerten. Wenn Sie die Arbeit getan haben, werden wir eine gewichtete Liste von Ereignissen haben.

Ich empfehle Ihnen, diese Arbeit mit gleich gesinnten Freunden durchzuführen. Sie werden an Dinge denken, die Sie übersehen haben. Außerdem macht es mehr Spass und geht schneller.

Jetzt müssen Sie eine Liste zusammenstellen. Dabei filtern Sie die Ereignisse heraus, die gemäss Ihrer Einschätzung bald bevorstehen,  besonders wahrscheinlich sind und grosse Auswirkungen hätten. Ich garantiere Ihnen, dass wenn Sie dies gemacht haben, Sie mit einer viel zu langen Liste an Dingen dastehen, die Sie tun könnten.

Jetzt müssen Prioritäten gesetzt werden.

Als erstes kann die Liste schnell unterteilt werden in Dinge, die Sie tun können und werden, und solche, die Sie weder tun können, noch wollen. Die eine Person mag sich in der Lage fühlen, sämtliche Vermögenswerte umzustrukturieren. Eine andere könnte ihr Vermögen in einer Anlageform haben, aus der es sich schlicht nicht herausziehen läßt.

Die Dinge, die Sie tun können oder tun werden, teilen wir in drei Handlungsstufen ein: Stufe 1 wird vor Stufe 2 und diese vor Stufe 3 begonnen und beendet. So ist es einfacher anzufangen, da die Liste dadurch überschaubarer wird.

Für die Dinge, die Sie nicht tun wollen oder können, können Sie entweder jemand anders finden der es für Sie erledigt (hier wird die Gemeinschaft wichtig) oder Sie lassen es bleiben und kümmern sich nicht mehr darum.

Zurück zu unserem Beispiel. Sie haben die Ereignisse aufgrund Ihrer Selbsteinschätzung sortiert und gewichtet und haben nun eine lange Liste der Dinge, die Sie unternehmen wollen. Sicher haben Sie zu viele, um sie gleichzeitig anzupacken. Jetzt nutzen Sie das dreistufige System, um die einfachsten, billigsten und effektivsten Dinge auszumachen und anzupacken. 

Was also ist Stufe 1?

„Sie besteht aus den einfachsten, schnellsten und billigsten Dingen auf der Liste, für die Sie am wenigsten fremde Hilfe benötigen und die keine wesentliche Umstellung ihrer Lebensweise erfordern.“

In diesem Beispiel könnten wir etwas Bargeld von der Bank abheben, um dem Risiko vorzubeugen, dass wir wegen Bankenschliessungen für eine gewisse Zeit keinen Zugang zu unserem Geld haben. Das ist einfach und machbar. Unser Hauptrisiko ist, dass wir uns im Nachhinein, wenn nichts passiert ist, etwas dumm vorkommen und das Geld wieder einzahlen.

Wir könnten unser Geld auch auf Konten bei verschiedenen Banken verteilen, für den Fall, dass nur einige Banken schliessen.

Schliesslich könnten wir uns gegen die riesigen Verluste wappnen, wie sie die Argentinier erlitten als ihre Banken schlossen. Gold ist eine der wenigen Möglichkeiten, ein geldähnliches Vermögen ausserhalb des Bankensystems zu halten. Und wir tun all das, bevor wir die Liste der Stufe 2 anpacken.

Somit fahren wir mit Stufe 2 fort.

„Jene Dinge auf Ihrer Liste, welche die grössten Lücken abdecken und die einen bedeutenden Einsatz an Zeit, Geld und Kraft erfordern“.

Man könnte z.B. ein Sparprogramm umsetzen, damit man sich das Nötige wird leisten können. Oder man überlegt, wie die Gemeinde einen Nahrungsmittelspeicher einrichten könnte. Sie könnten sich in einem erhöhten Mass in und mit der Nachbarschaft engagieren.

Sind diese Sachen erledigt, müssen jene der Stufe 3 angegangen werden:  „das schwierige Zeug...“.

Hier geht es um die grössten Veränderungen und wichtige Entscheidungen für Ihr Leben. Dies könnte ein Wohnortwechsel sein, das Aneignen neuer Fertigkeiten oder möglicherweise den Wechsel der Arbeitsstelle bedeuten. Wichtig ist, dass Sie dem Drang widerstehen, irgendwie darüber nachzudenken oder etwas anzupacken, bevor sie mit den Sachen der Stufen 1 und 2 ernsthaft vorwärts gekommen sind.

Sollte das alles nach zuviel Arbeit aussehen und Sie gehofft haben, Kapitel 20 wäre mehr eine Liste mit rezepthaften Anleitungen, kann ich Ihnen nur sagen, dass es keine einfachen Antworten auf die enormen Herausforderungen gibt, die vor uns liegen. Dieses Kapitel könnte ein ganzer Kurs für sich sein. Künftige Videos auf meiner Webseite werden diesen Fragen eingehender nachgehen. 

Worauf ich immer wieder und beständig versucht habe, die Leute vorzubereiten ist, dass die nächsten 20 Jahre anders sein werden als die vergangenen 20 Jahre.

Besonders, denke ich, muß jeder von uns auf eine finanzielle Katastrophe vorbereitet sein sollte – nicht weil wir zu 100% sicher sind, dass sie eintritt, aber weil wir sie nicht zu 100% ausschliessen können. Vernünftige Leute erkennen Gefahren und beugen diesen vor.

Und ich denke, dass wir alle gegen die Möglichkeit gewappnet sein müssen, dass Störungen in der Funktion unserer wichtigsten Versorgungssysteme eintreten. Die Sachverhalte, die durch diese Betrachtungen offenkundig werden, gelten in der heutigen Gesellschaft als sehr „weit hergeholt“. Aber vor kaum 100 Jahren hätte es als verrückt gegolten, wenn man sich hinsichtlich der grundlegendsten Versorgung auf ein Just-in-Time-System verlassen hätte.

Letztendlich, so glaube ich, wird es in der Zukunft darum gehen, dass wir uns von einer „Ich“- zu einer „Wir“-Kultur hin bewegen - zurück in eine vergangene Zeit, in welcher Nachbarn nicht nur nett miteinander waren, sondern auf einander angewiesen. Als informierte Person ist es nun Ihre Verantwortung, anderen so gut wie möglich zu helfen. Möglicherweise geschieht das mit deren Wissen und Zustimmung. Vielleicht müssen Sie aber indirekter vorgehen, wenn die Bereitschaft noch fehlt, diesen Veränderungen zu begegnen.

Ich schliesse mit einem persönlichen Aufruf zum Handeln. Nun, da Sie den Crash Course beendet haben, hoffe ich, dass Sie mir zustimmen, dass die anstehenden Herausforderungen weder auf nationaler noch internationaler Ebene in geeigneter Weise angegangen werden.

Ich habe den Crash Course geschaffen, um Menschen zu erreichen, einen nach dem anderen, denn ich glaube, dass die anstehenden Gefahren sich sehr viel schneller aufbauen als die politischen Prozesse ablaufen, die ihnen begegnen könnten. Ich habe den Kurs geschaffen, damit Sie verstehen, was passiert. Ich möchte Ihnen auf diese Weise helfen, zu erkennen, dass die Zukunft ziemlich anders aussehen könnte als die Vergangenheit.

Ich brauche Ihre Hilfe, diese Botschaft weiter zu verbreiten. Der Crash Course wurde bereits weltweit von mehreren hunderttausend Menschen gesehen, ohne irgendwelche Werbung meinerseits. Der Grund ist, dass Leute, wie Sie, ihn an ihre Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen weitergeleitet haben. Aber ich will, dass es Millionen sehen. Wir müssen eine Wende im Bewusstsein zu diesen Themen herbeiführen.

Und ich brauche auch Ihre finanzielle Hilfe, denn ich habe vier Jahre und einen Grossteil meiner Ersparnisse darauf verwendet, diesen Brocken an Arbeit zu schaffen und allen kostenlos zur Verfügung zu stellen. Sollten Sie etwas gelernt, sollte es Sie berührt oder gar Ihr Denken in bedeutender Weise verändert haben, dann hoffe ich, dass Sie auch finanziell dazu beitragen, dass auch andere diesen Crash Course sehen. Wie viel? Ich denke ein Betrag, der Sie weder belastet noch peinlich für Sie wäre.

Der Crash Course muss in den Hallen der Macht gesehen werden. Ich muss für die Verbreitung andere ausbilden. Ich muss reisen, um diese Präsentation an grosse und kleine Orte zu bringen.

Ich muss den Stoff ausweiten, verdichten, ergänzen und das Ganze in Bewegung halten. Ich muß die Übersetzung in viele Sprachen unterstützen

An dieser Stelle danke ich dem deutsch-schweizerischen Team, das mit viel Idealsimus und mit einem beträchtlichen, freiwilligen und unbezahlten Arbeitsaufwand die deutschsprachige Fassung des Crash Course geschaffen hat.

Chantal Roth, Mark Ita und Paul Feuermann aus der Schweiz, sowie Jörg Karkosch und Uwe Lauer aus Deutschland, die sich während der Arbeit auch kennen- und schätzen gelernt haben

Wie immer Sie dazu beitragen können, wenn es auch nur das Weiterleiten des Links an eine andere Person ist - ich brauche Ihre Hilfe. Ich werde meinen Teil beitragen, wenn Sie das Ihrige tun. Das ist mein Versprechen an Sie.

Denn die Zukunft hängt davon ab, was WIR tun. Danke fürs Zuhören.

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