Der Crash Course Kapitel 17a - Peak Oil

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Und wenn eine Wirtschaft auf einem exponentiell wachsenden, auf Schulden begründeten Geldsystem beruht, und der sich daraus ergebende Wachstumszwang einen exponentiell wachsenden Energiebedarf nach sich zieht, dann verdient der Nachschub an Energie unsere höchste Aufmerksamkeit.

Wenn wir den Energieverbrauch in den USA betrachten, so sehen wir anhand dieser Grafik des Energieministeriums, dass Öl über 50% unseres gesamten Energiebedarfs liefert, und Öl und Erdgas zusammen über 75%.Wir werden uns detaillierte mit Öl beschäftigen, aber fast alles, was ich über Öl sagen werde, trifft ebenso auf Erdgas zu.

Um zu verstehen was „Peak Oil“ bedeutet, müssen wir uns gemeinsam klarmachen, wie ein Ölfeld funktioniert und wie Öl gefördert wird.

Ein recht verbreiteter Irrtum ist die Vorstellung, dass ein Bohrturm über einem Ölfeld aufgestellt, dann einfach eine Röhre durch ein Loch gesteckt wird und schon sprudelt Öl aus einem grossen unterirdischen See oder einer Höhle, die dann irgendwann leer ist.

Falsch! Es ist vielmehr so, dass sich dort unten fast nur harter Fels befindet und Öl nur in durchlässigem Felsgestein gefunden wird, in Material wie z.B. Sandstein, wo das Öl durch die Spalten und Poren durchfliessen kann. Es gibt keine grossen Höhlen oder Ölseen dort unten. Öl muss aufwändig aus festem Gestein herausgeholt werden.

Man könnte sich ein Ölfeld wie eine Margarita vorstellen: der Tequila Drink ist das Öl und das zerriebene Eis das Gestein .Wenn ein Ölfeld angezapft wird, folgt die Entwicklung der Fördermenge einem bestimmten Muster, das einer Glockenkurve gleicht.

Zu Beginn steckt nur ein Strohhalm in unserer Margerita, aber mit der Zeit kommen immer mehr Halme durstiger Leute hinzu. Das sind die anderen Bohrtürme. Das Glas leert sich immer schneller.

Dann aber beginnt der gefürchtete Schlürfton. Und ab jetzt nimmt die Menge, die wir aus dem Glas heraussaugen ab – egal, wie viele weitere Halme wir reinstecken. Die Margarita schwindet, bis nichts mehr da ist, ausser dem Eis. Ziemlich genau so funktioniert ein Ölfeld.

Jedes bisher ausgebeutete Ölfeld zeigt diese typische Glockenkurve der Fördermenge. Und was für ein Feld gilt, gilt genauso, wenn wir mehrere Ölfelder zusammenziehen und als eine Gesamtheit betrachten. Das einzelne Feld hat ein Fördermaximum, wie auch die Zusammenfassung mehrerer Felder.

Peak Oil ist demzufolge KEINE abstrakte Theorie als vielmehr die Beschreibung eines sehr gut fassbaren physikalischen Phänomens.

Wieviel Öl es noch zu entdecken gibt, ist eine theoretische Frage, aber der Vorgang, wie Ölfelder sich leeren, ist sehr gut bekannt. Peak Oil ist eine Tatsache. Sie bedeutet aber nicht, dass uns das Öl ausgeht. Am Punkt des Fördermaximums ist etwa die Hälfte des Öls noch vorhanden.

Aber an diesem Punkt geschieht etwas Interessantes. Während in der ersten Hälfte der Glockenkurve das Öl zunächst unter Druck heraussprudelt, muss es in / der zweiten Hälfte in aufwendiger und kostenintensiver Arbeit herausgepumpt werden.

Bis zum Peak, also der Spitze der Glockenkurve, ist die Förderung relativ billig, aber dahinter wird sie immer teurer - gemessen in Zeit, Geld und Energie. Schliesslich kostet es mehr ein Fass Öl zu fördern als dieses Fass wert ist. An diesem Punkt wird ein Ölfeld aufgegeben.

Hier sehen wir die Entwicklung der Ölförderung in den USA. Von der ersten Bohrung im Jahre 1859 bis 1970 wurde zunehmend mehr Öl aus dem Boden gepumpt. Aber nach diesem Punkt kam immer weniger aus dem Boden.

Es wird gesagt, dass in den USA das Ölfördermaximum 1970 bei weniger als 10 Millionen Fass pro Tag erreicht wurde. Heute liegt die Ölförderung bei wenig mehr als 5 Millionen Fass pro Tag. Das sind die Fakten.

Betrachten wir den US-Rohöl-Verbrauch von 15 Millionen Fass pro Tag, so wird deutlich, dass wir den fehlenden Teil des Bedarfes durch Einfuhren decken. Das heisst, wir importieren zwei Drittel unseres täglichen Bedarfs.

Nun, um Öl zu fördern, muss man vorher das Öl finden, nicht wahr? Es ist ziemlich schwierig etwas hervor zu pumpen, das noch nicht gefunden ist.

Die Entdeckungen von Ölvorkommen in den USA überschritten ihren Höhepunkt 1930. Zwischen dem Höhepunkt der Entdeckung und dem der Förderung liegen 40 Jahre. Merken Sie sich diese Zahl.

Hier eine interessante Nebenbemerkung. Nehmen wir an, wir möchten uns von der Abhängigkeit von Erdölimporten befreien und diese 10 Millionen pro Tag importierter Öl-Fässer durch eine andere Energieform ersetzen.

Diese 10 Millionen Fass produzieren soviel Energie wie 750 Atomkraftwerke. Ziehen wir die Probleme in Betracht, die wir mit den bereits vorhandenen 104 Anlagen haben, dann kann man sagen, dass die Atomenergie keine realistische Option ist, um unsere Öleinfuhren zu verringern. Also, um wie viel müssten wir dann unsere Energieproduktion durch Solar-, Wind- und Bio-Masse –Anlagen erhöhen? Hier müssten wir unsere bestehenden Anlagen um den Faktor 2000 erweitern. Nicht 2000%, sondern 2000 mal mehr.

Wenn wir uns die weltweit entdeckten Ölvorkommen anschauen, dann stellen wir fest, dass sie bis in die 1960er Jahre in jeder Dekade zunahmen und ab dann in jeder Dekade abnahmen. Die dahingehenden Einschätzungen für die Zukunft sehen sogar noch düsterer aus. Wann genau wurde der Höhepunkt der Entdeckungen im globalen Maßstab überschritten?

Das war 1964, vor 46 Jahren. Das ist eine weitere harte, nicht anzweifelbare Tatsache. Denken Sie daran, man muss Öl zuerst finden, bevor es gefördert werden kann.

Und es gibt die dritte und letzte Tatsache zur Produktion, die ich Ihnen zeigen möchte. Das ist eine Grafik zur weltweiten, konventionellen Rohölförderung – ohne Biotreibstoffe und andere Flüssigbrennstoffe, die zusammen etwa 10 Millionen Fass pro Tag umfassen.

Herkömmliches Rohöl ist dieser einfache Stoff mit hohem Energiegehalt, auf dem die Entwicklung der Welt während der vergangenen 100 Jahre basiert. Hier sehen wir, dass aus irgendeinem Grund seit Mitte 2004 die Kurve der Ölproduktion flach geblieben ist.

Was auch immer der Grund dafür sein mag, es ist nicht der Preis, denn dieser stieg von $50 pro Fass auf zeitweise $120 pro Fass und ca. $100 heute. Also, wenn es je einen starken Anreiz gab, Öl zu fördern und auf den Markt zu bringen, dann diesen.

Ist es somit denkbar, dass die Grafik uns sagt, dass die konventionelle Rohölförderung ihren Höhepunkt erreicht hat? Die beiden Signale, die rasch steigenden Preise und die flach bleibende Förderung, liefern eine schlüssige Begründung dafür, dass dies der Fall ist. Interessanterweise liegt der weltweite Höhepunkt der Entdeckungen genau 40 Jahre vor der Abflachung dieser Produktionskurve, genau wie das Intervall zwischen den Höhepunkten der Entdeckungen und der Förderung in den USA. Ich versuche Ihnen das äusserst schonend beizubringen.

Aber lassen Sie mich deutlich werden: Wenn wir schon am Höhepunkt angelangt sind, was aufgrund dieser Grafik möglich erscheint, dann stecken wir in Schwierigkeiten.

Das dringendste Problem jedoch, das uns bevorsteht, ist nicht die Bestimmung des genauen Zeitpunkts des Fördermaximums. Das ist, offen gesagt, eine akademische Sichtweise. Die wirtschaftlichen Verschiebungen werden sich bemerkbar machen, sobald sich die Schere zwischen Angebot und Nachfrage auftut.

Hier ist eine sehr einfache und intelligente Überlegung, wie man das Angebot- und Nachfrageproblem betrachten kann. Sie wurde von dem Geologen Jeffrey Brown aus Dallas entwickelt.

Er nennt es das „Export-Land-Modell“.

Nehmen wir ein hypothetisches Land, dass 2 Millionen Fass Rohöl pro Tag produziert – eine Menge, die pro Jahr um 5% abnimmt. Wir stellen fest, dass sie in der Lage wären 2 Millionen Fass zu exportieren. Nach 10 Jahren wären es nur noch 1.25 Millionen Fass pro Tag.

Das lässt sich bewältigen, so scheint es. Aber nehmen wir an, dieses Land braucht selber Öl, wie alle anderen auch und dass sie 1 Million Fass pro Tag verbrauchen. Dabei steigt die Nachfrage im Inland um 2.5% pro Jahr. Das scheint auch vernünftig.

Was geschieht bei diesem Modell mit den Exporten? Sie sinken innerhalb von zehn Jahren auf Null. Das ist das Wunder des Aufaddierens – nur umgekehrt. Die Ausfuhren werden von beiden Enden her aufgefressen.

Es zeigt sich, dass das ein sehr realistisches Szenario ist. Wir beobachten bereits heute in vielen Ländern ein Sinken der Produktion bei gleichzeitiger Zunahme der Nachfrage.

Das ist der Fall mit Mexiko, dem DRITTGRÖSSTEN Öllieferanten der USA. Seine Produktion sinkt und der innere Nachfragezuwachs wird seine Exporte bis 2011 oder 2012 zum Erliegen bringen. Wo in aller Welt wird nun die USA in den nächsten 1-2 Jahren einen neuen Nummer 3 Öllieferanten finden?

Wann die Weltproduktion ihren Höhepunkt erreicht hat, wird heftig diskutiert mit Schätzungen zwischen 2008 und 2030. Aber wie gesagt, der genaue Zeitpunkt des Fördermaximums ist von akademischem Interesse.

Was uns am meisten Sorgen bereiten muss, ist der Tag, an dem die Weltnachfrage das vorhandene Angebot übersteigt. In diesem Augenblick wird sich der Ölmarkt für immer verändern und zwar ziemlich plötzlich.

Als Erstes werden wir massive Preiserhöhungen sehen, das steht fest. Aber erinnern Sie sich noch an die Lebensmittelverknappung, die im Februar 2008 scheinbar über Nacht eintrat?

Diese wurde dadurch ausgelöst, dass angenommen wurde, die Nachfrage übersteige das Angebot. Das führte in vielen Ländern zu einem sofortigen Exportverbot für Lebensmittel. Die gleiche Dynamik des nationalen Hamsterns wird den weltweiten Ölmarkt prägen, sobald sich die Annahme einer Verknappung durchsetzt. Wenn das passiert, werden unsere Preissorgen von unseren Verknappungsängsten überlagert werden.

Um zu verstehen, warum Öl für unsere Wirtschaft und unser tägliches Leben so wichtig ist, müssen wir wissen, was es für uns tut.

Wir schätzen jede Energiequelle, weil wir sie für uns Arbeit verrichten lassen können.

Zum Beispiel: Immer wenn Sie eine 100 Watt Birne einschalten, ist es, als wenn ein kräftiger, trainierter Radler in Ihrem Keller strampeln würde, so doll er kann, um einen Generator antreiben, der diese Birne zum leuchten bringt. Soviel Energie verbraucht eine einzige 100Watt-Birne.

Während Sie Wasser laufen lassen, eine heisse Dusche nehmen, den Boden staubsaugen, ist es, wie wenn Ihr Haus die Dienste von 50 ebenso kräftigen Radlern in Anspruch nehmen würde.

Diese Anzahl „Haussklaven“, wenn sie so wollen, übersteigt jene von Königen in vergangenen Zeitaltern. Man kann wirklich sagen, dass wir wie Könige leben. Nichtsdestoweniger würdigen wir das nicht, weil alles so gewöhnlich erscheint, dass wir es als selbstverständlich hinnehmen.

Und wieviel Arbeitsvermögen ist in einem Liter Benzin gespeichert, unserem liebsten Stoff von allen? Nun, wenn Sie einen einzigen Liter in ihr Auto einfüllen und damit fahren, so lange es geht , und dann das Auto denselben Weg zurückschieben, werden Sie’s wissen.

Die in einem Liter Benzin enthaltene Energie entspricht 100 Stunden harter menschlicher Arbeit oder knapp drei 40-Stunden Wochen.

Was ist der Wert eines Liters? Sagen wir: 1,40 Euro? 5 Euro? Falls Sie diesem armen Kerl 15€ die Stunde bezahlen würden, um Ihr Auto die ca. 14 km zurück zu schieben, dann läge der Wert dieser Arbeit bei mindestens 210€, wenn dieser Olympia-Athlet es schaffen würde, 14h mit konstant 1km/h zu schieben.

Ein anderes Beispiel: Es wurde errechnet, dass die Menge Lebensmittel, die ein durchschnittlicher Nordamerikaner pro Jahr zu sich nimmt, ungefähr 1.800 Liter Benzin benötigt, um hergestellt und vertrieben zu werden.

Bei 1,40€ pro Liter beträgt der Anteil des Treibstoffes an den Lebensmittelkosten pro Jahr ca. 2.500€, was hoch, was nicht völlig übertrieben erscheint.

Bedenken wir aber, dass jene 1.800 Liter der Energie von ca. 14 Mannjahren bei einer 40-Stundenwoche entsprechen, dann erhält das Ganze eine völlig andere Bedeutung. Damit liegt ihr Essen weit ausserhalb der Reichweite der meisten Könige vergangener Zeiten.

Nur um es in den richtigen Zusammenhang zu stellen:

heute verbrauchen Herstellung und Vertrieb der Lebensmittel zwei Drittel unserer heimischen Ölproduktion. Das ist einer der Gründe, warum die Unmöglichkeit von Ölimporten, sagen wir, störend wäre.

Abgesehen davon, dass Öl unermüdlich im Hintergrund arbeitet, um uns das Leben in historisch einmaligem Maße einfach zu machen, ist Öl in anderer Hinsicht ein Wunder.

Diese typisch amerikanische Familie wurde gebeten, alles in ihrem Haus in den Garten heraus zu tragen, das aus Öl gemacht wurde. Das ist ein erstaunlicher Anblick.

Wie leicht wäre es, Öl in unserer auf Konsum und Wachstum gegründeten Wirtschaft zu ersetzen?

Nicht sehr einfach! Heute brauchen wir Öl hauptsächlich für den Transport, d.h. etwa 70% des gesamten Ölverbrauchs. Der nächste grosse Teil wird für industrielle Zwecke gebraucht, gefolgt von Wohnen, d.h. Heizung. /

Und dieses letzte kleine Stück? Das ist Öl, das für die Herstellung elektrischer Energie verwendet wird. Mit der Ausnahme von Biotreibstoffen, zu denen ich noch komme, liefern alle erneuerbaren Energiequellen entweder Wärme oder Elektrizität. D.h. selbst wenn wir sämtliche mit Öl hergestellte Elektrizität und Wärme mit solcher aus erneuerbaren Quellen ersetzen, dann würden wir nur diesen kleinen Bereich hier angehen.

Und in der Industrie ist Öl der grundlegende Rohstoff für unzählige lebenswichtige Dinge, wie Dünger, Plastik, Farbe, Kunststoffe, zahllose chemische Verfahren, und Herumfliegen.

Wenn wir andere potentielle Treibstoffquellen in Betracht ziehen, dann stellen wir fest, dass die meisten nicht in der Lage sind, diesen Bedarf zu decken.

Ersatzweise könnten Biotreibstoffe und Kohle an einigen Stellen eingesetzt werden, aber sicher nicht ohne erhebliche Reinvestitionsprogramme und auch nicht in der nahen Zukunft.

Betrachten wir einige Schlüsselfakten an. Man muss Öl finden, bevor man es fördern kann.

Schlüsselfaktum Nr. 1 ist, dass die weltweiten Entdeckungen an Ölvorkommen ihren Höhepunkt 1964 hatten. Die Entdeckungen in den USA überschritten ihren Höhepunkt 1930 und 40 Jahre später erreichte die Produktion ihren Höhepunkt. Jetzt sind es 46 Jahre seit dem weltweiten Entdeckungshöhepunkt. /

Schlüsselfaktum Nr. 2 ist, dass die Weltproduktion von Rohöl in den vergangenen Jahren eine Abflachung erfahren hat, obwohl die Preise um 140% gestiegen sind. Im Zusammenhang betrachtet ist die Aussage der Fakten 1 und 2, dass der Ölförderungshöhepunkt möglicherweise bereits erreicht ist. Wenn das zutrifft, dann werden wir uns inbrünstig wünschen, wir hätten vor über 10 Jahren begonnen, uns auf diesen Tag vorzubereiten.

Schlüsselfaktum 3 ist, dass die US-Öleinfuhren der Energie von mehr als 750 Atomkraftwerken entsprechen, was das Siebenfache der heute in den USA und fast das Doppelte der auf der ganzen Welt betriebenen AKW’s darstellt.

Der Schlüsselkonzept 9 des Crash Course’ ist, dass das Ölfördermaximum ein klar fassbarer Ablauf ist - eine physikalische Beschreibung davon, wie ein Ölfeld altert. Es gibt tausende gut untersuchter Fälle, sodass hierzu keine Debatte notwendig ist, höchstens darüber, wann der Höhepunkt überschritten wurde oder wird. /

Überwiegend im Verborgenen liegt das Schlüsselkonzept 10: Die Menge Arbeit, die Öl für Sie verrichtet, entspricht dem Halten von hunderten von Sklaven. Diese Arbeit macht unser Leben zu dem, was es ist – erstaunlich bequem im geschichtlichen Vergleich. Das durchschnittliche mittelständische Leben in der westlichen Welt würde den Neid vieler Könige der Vergangenheit wecken.

Das Schlüsselkonzept 11 ist, dass Öl eine magische Substanz ist, von beschränkter Menge, aber von grenzenloser Wichtigkeit. Das kann nicht genug betont werden.

Von einem Energieträger zu einem anderen zu wechseln ist ein unermesslich teures Unterfangen, verbunden mit enormen Herausforderungen hinsichtlich Kosten, Grössenordnung und Zeit.

Unsere Gattung machte den Übergang von Holz auf Kohle über viele Jahre hinweg, denn Kohle war der bessere Brennstoff. Der Übergang von Kohle zu Öl aus denselben Gründen dauerte ebenfalls mehrere Jahrzehnte.

Niemand kann uns den nächsten Energieträger benennen. Technologie ist keine Energiequelle – sie mag uns helfen, unsere Energie besser zu nutzen – aber es ist ein grosser Fehler Technologien mit Energiequellen zu verwechseln.

Und schliesslich, sollten wir ein wachsames Auge darauf haben, ob die Nachfrage nach Öl das Angebot überschreitet. Damit kommen wir zu Schlüsselkonzept 12:

Ölausfuhren werden aus zwei Gründen beschnitten: durch die steigende innere Nachfrage beim Exporteur und die abnehmende Produktion.

Der Tag, an dem die Nationen der Welt schliesslich merken, dass es nicht genug Öl gibt, um jedermann zu versorgen, könnte früher kommen als die meisten denken.

Exponentielle Funktionen sind für die meisten Menschen schwer zu fassen und die Möglichkeit von Ölausfuhren wird von zwei Seiten her abgebaut. Sie unterliegen deshalb einer erstaunlich hohen Abbaurate.

Dies beschliesst unsere äusserst kurze Tour durch das Thema Peak Oil. Sie sind es sich schuldig, mit diesem Thema vertraut zu sein, da es von unvergleichlicher Wichtigkeit ist.

Auf meiner Website, unter Essential Books, Essential Articles und Resources finden sie eine Vielzahl zu Links und Hinweisen zu diesem Thema

Im nächsten Kapitel werden wir die Schnittstelle zwischen Energie und Wirtschaft behandeln.

Ich werde aufzeigen, dass es kein Zufall ist, dass unser exponentielles, auf Schulden gebautes Geldsystem genau in jenem Zeitraum enorm zu wachsen begann, als eine neue Energie von hoher Qualität entdeckt wurde, die in der Lage war, mit ihm exponentiell zu wachsen.

Bitte begleiten Sie mich, wenn ich in Kapitel 17b die Bedeutung der Energie für unser Wirtschafts- und Geldsystem erkunde – Energiewirtschaft.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. 

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